Seglercup 2017

AIRCOMBAT-Wettbewerb beim FMC Albatros e.V. 1979 Sintfeld

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Wer am Samstag dem 12.09.2015 zufällig am Modellflugplatz des FMC Albatros in Bad Wünnenberg-Haaren vorbei gekommen ist, hat wahrscheinlich erst einmal die Welt nicht verstanden.
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Auf dem Fluggelände, vor dem Sicherheitszaun, waren bis zu 15 Personen mit Helmen zu sehen.Start2

Nach einem Hupsignal rannten diese Personen dann mit lautem Gebrüll los, quer über den Platz und knieten sich an den Boden. Dort wurden dann Motoren in kleinen Modellflugzeugen angeworfen und die Modelle gestartet.

 

 

 

Wer sich dann doch noch traute bis zum Parkplatz hinter den Sicherheitszaun zu gehen, der erfuhr, dass am Modellflugplatz des FMC Albatros zum ersten Mal ein DMFV Wettbewerb für die Sparte AIRCOMBAT ausgetragen wurde. Somit war dies alles gewollt und durchaus regelkonform.

Fight

Wie ist das nun beim AIRCOMBAT?
Eigentlich kennen wir das alles von früher. Gestartet wird wie bei einem Le Mans Autorennen und geflogen wird wie bei einer Fuchsjagd. Nur ist hier jeder der Fuchs und der Jäger in einem. Es wird in drei Klassen gestartet. Nachfolgend eine ganz grobe Beschreibung. Die genauen Ausschreibungen findet man unter www.aircombat.eu

 

 

WW II:
Hier kommen vorbildähnliche Modelle im Maßstab 1:12 nach Vorbildern aus dem 2. Weltkrieg zum Einsatz. Erlaubt sind Verbrennungsmotoren mit 2,5ccm oder 4,08ccm und auch Elektroantriebe.

WW I:
Hier kommen vorbildähnliche Modelle im Maßstab 1:8 nach Vorbildern aus dem 1. Weltkrieg zum Einsatz. Erlaubt sind hier ebenfalls Verbrennungsmotoren und Elektroantriebe. Im Gegensatz zur WW II Klasse wird hier die Bauausführung der Modelle mit bewertet. So gibt es zum Beispiel Sonderpunkte wenn das Modell ein Doppeldecker ist, einen Viertaktmotor hat und aus Holz gebaut ist. Weitere Sonderpunkte sind in der Ausschreibung beschrieben.

EPA-Klasse:
Dies ist als Einsteigerklasse gedacht. Erlaubt sind hier „vorbildähnliche“ Modelle aus EPP mit einem 3S LIPO Antrieb.

Der Wettbewerb ist in allen drei Klassen „fast“ gleich.
Gestartet wird in Gruppen mit maximal sieben Modellen. Pro Durchgang ist ein Zeitlimit von sieben Minuten angesetzt. An jedem Modell hängt ein Papierstreifen (Stringer) von 12m Länge.
Es geht nun darum, dass man innerhalb der sieben Minuten möglichst viele Stringer an anderen Modellen abfliegt und dabei seinen eigenen Stringer behält. Jeder Pilot hat bei jedem Durchgang einen eigenen Beobachter (Schiedsrichter) der mitzählt, wie viele Cuts man selbst gemacht hat. Er stoppt aber auch die tatsächlich geflogene Zeit. Innerhalb der sieben Minuten Rahmenzeit gibt es nur Punkte für die tatsächlich geflogenen Zeiten. Wenn man wegen Motorproblemen oder Absturz „vorzeitig“ landet, gibt es Punktabzug. Wer meint seinen eigenen Stringer retten zu wollen und sich aus dem Getümmel raus hält, bekommt als Hasenfuß ebenfalls Punktabzug. Wer also beim AIRCOMBAT mitmachen will, für den gilt: DRAN — DRAUF — DRÜBER

Luftkampf

 

Der einzige Unterschied ist bei der Klasse WW I. Hier werden zusätzlich noch „Bodenziele“ angeflogen. Diese Bodenziel sind Styroporstangen die im Tiefflug wie bei einem Ballonstechen abgeflogen werden müssen.
Flugleiter

Um noch einmal auf die Flugsicherheit zurück zu kommen. Natürlich flogen alle Modelle immer nur vor einer Sicherheitslinie die in deutlichem Abstand zum Sicherheitszaun und zum Zuschauerbereich gezogen war. Diese Linie wurde sehr streng vom Flugleiter beobachtet. Wer diese Linie auch nur annähernd überflogen hätte, wurde sofort disqualifiziert. Diese Regel musste aber in keinem Durchgang angewendet werden!

Alles in allem war dieser Wettbewerb mit 16 Teilnehmern in allen drei Klassen ein sehr gelungener Tag für unseren Verein. Ebenso hat es den Teilnehmern bei uns am Platz so gut gefallen, dass der Organistor Rainer Handt gefragt hat, ob man im nächsten Jahr wiederkommen dürfte? Im nächsten Jahr werden sicherlich ein paar mehr Teilnehmer vom FMC mit dabei sein. Pech
Natürlich sollte man die Wettbewerbsmodelle optisch nicht zu hochwertig bauen! Die alten Hasen bei diesem Wettbewerb waren froh, wie wenige Ausfälle es denn gegeben hat. Es waren nur ungefähr 30% der eingesetzten Modelle die am Abend nicht mehr flugtüchtig waren. Als normal wird hier durchaus eine Quote von 50% angenommen. Wie meistens im Modellbau, hört sich dies schlimmer an als es ist. Da die Aircombat Modelle recht einfach aufgebaut sind, lassen sich diese Schäden schnell und günstig beheben. Somit sind die meisten Modelle am nächsten Wochenende schon wieder im vollen Combat Einsatz und kämpfen erneut um Cuts und Punkte.